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Stand: 23. 02. 2018

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Harte Arbeit für einen klingenden Sound

Angermünder Fanfarenzug probt nach einigen Jahren Mitgliederflaute wieder mit jungen Nachwuchsmusikern

(Märkische Oderzeitung, 11. 12. 2013)

Von Kerstin Unger

Angermünde (MOZ) Der Angermünder Fanfarenzug hat sich in den vergangenen Monaten mit Nachwuchskräften verstärkt. Im kommenden Jahr will er wieder durchstarten und öfter zu erleben sein.

Seit 37 Jahren führt der Angermünder Fanfarenzug Lampionumzüge an, spielt auf Volksfesten und unterhält das Publikum in der Uckermark und darüber hinaus. Doch vor einigen Jahren begann sich auch in diesem Verein die sinkende Zahl von Kindern und Jugendlichen bemerkbar zu machen. Es haperte am Nachwuchs, ältere Mitglieder hörten auf, andere Jugendliche begannen auswärts ihre Ausbildung. Die rettende Idee war der Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit der Puschkinschule, wo der Fanfarenzug auch seine Räumlichkeiten hat. “ Seit drei oder vier Jahren bieten wir hier eine Arbeitsgemeinschaft an “, erzählt der Vereinsvorsitzende Michael Kühl. Zweimal in der Woche trifft sich die AG, zweimal ist auch Probe des Fanfarenzuges. Ein strammes Programm für die Kinder, aber auch für die Betreuer und Ausbilder, die ihre Freizeit dafür opfern.

Die Mühe hat sich gelohnt. “ Seit zwei Jahren haben wir wieder eine steigende Tendenz “, sagt Michael Kühl. “ Im nächsten Jahr können wir wieder mehr Auftritte planen. Bisher mussten wir einige ablehnen, weil wir einfach zu wenige waren. Ab April sind wir wieder mehr als 30 Leute auf der Straße. Das sieht nach was aus.” Dafür werden sogar die Wochenenden geopfert. Auch am vergangenen Sonnabend war Übungstag an der Puschkinschule. Einige der knapp ein Dutzend neuen Mitglieder probten. Auch die älteren wie die Percussion-Gruppe übten neue Stücke ein. Ausbilder Sven Polzin, der über die Woche in Berlin ist, probte mit den Trommlern “ Auf der Burg “, ein anspruchsvolles Stück, das zu den Uckermärkischen Blasmusiktagen im kommenden Jahr zum ersten Mal in Angermünde zu hören sein wird.

Kaum zu bremsen waren die kleinen Fanfarenbläser, die seit dem Herbst dabei sind, wie der achtjährige Jonathan Kobin, Paul Schulze (13) und der Erstklässler Leon Ehrhardt, die Michael Kühl unter seine Fittiche nahm.

Dass die Eltern hinter dem anspruchsvollen Hobby ihrer Sprösslinge stehen, ist Voraussetzung. “ Als Mitglied des Fanfarenzuges muss man mehr Zeit investieren als bei einer anderen Arbeitsgemeinschaft “, unterstreicht Michael Kühl. Harte Arbeit wird auch belohnt. Das war in diesem Jahr bei den Auftritten auf der Landesgartenschau die Anerkennung des Publikums. Zudem hat die Bürgerstiftung der Sparkasse Uckermark Fanfarentücher und Uniformjacken im Wert von 3500 Euro spendiert. Im kommenden Jahr steht eine schöne Reise an. “ Wir wollen wieder eine Woche an den Gardasee fahren und dafür das Geld mit Auftritten verdienen. Unser Ziel ist es, dass jedes Mitglied nur 100 Euro Eigenanteil bezahlen muss “, so der Vereinsvorsitzende.

Rund zehn Auftritte hatte der Angermünder Fanfarenzug absolviert. In diesem Jahr sollen es mehr als doppelt so viele werden. Zu den Höhepunkten zählen das Internationale Musikfest im September in Frankfurt (Oder) und die Saisoneröffnung am 1. März in Schwedt beim Benefizkonzert des Spielmannszuges Schwedt zu dessen 40-Jahr-Feier. Erstmals in der Heimatstadt will der neu formierte Fanfarenzug am 30. April beim Fackelzug zu erleben sein.