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Stand: 23. 02. 2018

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Kerstin Unger19.01.2014 07:45 Uhr
Red. Uckermark, schwedt-red@moz.de

 

Kräftige Finanzspritze für Fanfarenzug

Angermünde (MOZ) Der Angermünder Fanfarenzug kann sich in den kommenden drei Jahren auf eine großzügige Förderung freuen. Der Verein beteiligt sich am deutschlandweiten Projekt "Künste öffnen Welten" der Bundesvereinigung Kulturellen Kinder- und Jugendbildung. Das Bundesministerium für Familien stellt dafür insgesamt 270 Millionen Euro zur Verfügung. Unter dem Titel "Kinder entdecken die Musik der Uckermark" erhalten die Mädchen und Jungen des Angermünder Fanfarenzuges ganz neue Chancen, sich musisch zu bilden und Musik zu genießen. Der Vereinsvorsitzende Michael Kühl hat seit August 2013 an einem auf den Verein zugeschnittenen Konzept gearbeitet "Im Dezember kam grünes Licht", berichtet er. "Jedoch mussten wir noch zwei Partner mit ins Boot holen, um alle Kriterien zu erfüllen. Das sind das Angermünder Bildungswerk und die Puschkinschule."

Dieser Tage wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Angermünder Bildungswerk, so Michael Kühl, sei ein kompetenter Partner in der Sozialarbeit. Mit der Puschkinschule verbindet den Verein ohnehin eine enge Zusammenarbeit. Sie stellt die räumlichen Kapazitäten zur Verfügung und ab und zu auch Musiklehrer.

Das Projekt soll im Februar mit etwa 20 Mädchen und Jungen anlaufen. "Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, in Probenlager zu fahren oder mal nach Berlin ins Theater. Die Kinder erfahren, ob es vor 300 Jahren in Angermünde auch schon Orchester gab", blickt Michel Kühl voraus. "Auch sozial benachteiligen Kindern wird damit der Zugang zur Musik ermöglicht. Nicht alle Eltern können sich das leisten." So soll das geplante Probenlager in Kunow komplett finanziert werden, ohne einen Eigenanteil der Eltern.

Der Verein hat zudem die Möglichkeit, sich auch mal nach speziellen Fachleuten umzuschauen. "Das wäre eine große Entlastung für den Verein", sagte die musikalische Leiterin des Fanfarenzuges, Silvia Schmill.

Ein Turnus im Projekt dauert jeweils ein halbes Jahr, dann kommen die nächsten Mädchen und Jungen in den Genuss.

Siegfried Soldan, Schulleiter der Puschkinschule, freut sich vor allem über die Förderung von Kindern mit sozial schwachem Hintergrund. "Das ist ganz, ganz wichtig. Und vor allem machen sie hier etwas, das sie wollen und ihnen Spaß macht." Die Mitglieder des Fanfarenzuges kommen aus unterschiedlichen sozialen Schichten. Durch das Projekt wird auch die Integration gefördert. "Keiner wird ausgeschlossen", sagt Michael Kühl.

Der Angermünder Fanfarenzug ist bislang der einzige Verein der Uckermark, der aus diesem Programm gefördert wird.