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Stand: 23. 02. 2018

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Nachwuchssuche bei Spielleuten

© Christina Schmidt

19.10.2010

A Angermünde (moz) Sprichwörtlich mit Pauke und Trompeten starteten acht Ferienkinder in ihre letzte Ferienwoche. Am Montag und Dienstag nahmen sie am ganztägigen Schnuppertraining des Angermünder Fanfarenzuges teil. Ein Erfolg für beide Seiten: Mindestens ein Kind will dem Fanfarenzug beitreten.

Die Zeiten des mangelnden Nachwuchses sind beim Angermünder Fanfarenzug noch nicht vorbei. „Ein Tief bei den Mitgliederzahlen kommt alle fünf Jahre, das kennen wir schon“, berichtet Sylvia Schmill. Mehr als 40 Mitglieder hat der Verein, doch für kurzfristige Auftritte stehen sie oft nicht zur Verfügung. „Auftritte sind gefährdet durch Schichtarbeit oder wenn junge Leute wegen der Ausbildung die Stadt verlassen und nur sporadisch zurückkehren“, erzählt die musikalische Leiterin.

Umso erfreuter sind die Spielleute über die Chance, die sie in der Puschkinschule bekommen haben. „Wir durften uns in den Klassen vorstellen und für den Fanfarenzug werben. Außerdem betreuen wir eine Arbeitsgemeinschaft“, führt Vereinsvorsitzender Michael Kühl Beispiele an. Selbst in den Ferien sind Kinder in die Schule gekommen, um sich zwei ganze Tage lang nur mit ihren Instrumenten zu beschäftigen. „Dass sie intensiv und konzentriert dabei sind, ist schon ein Zeichen, dass sie mitmachen wollen“, freut sich Michael Kühl. Gemeinsam mit mindestens drei Mitstreitern aus dem Verein unterrichtet er die Kinder in Notenlehre und Rhythmus, zeigt worauf es im Fanfarenzug ankommt. Dazu gehört auch das Vertrauen untereinander. „Ohne das herrscht keine Harmonie und das ist später zu hören. Deshalb dürfen die Kinder auch mal toben, um sich untereinander kennenzulernen“, fasst Sylvia Schmill zusammen.

Der Ferienspaß ist für die acht Kinder vollkommen kostenlos. Auch für die Verpflegung wird dank der Unterstützung vom Schweizer Hof und der Gaststätte Wannrich am Mündesee gesorgt. Michael Kühl ist zuversichtlich, dass unter anderem durch das zweitägige Schnuppertraining das bleibende Interesse der Kinder geweckt ist. „Das Ziel ist es, dass unsere neuen Mitglieder beim Fackelzug im April mitspielen können“, blickt der Vereinsvorsitzende voraus.

Doch bis es so weit ist, müssen die Kinder noch viel üben. Auf die richtige Balance zwischen Spaß und Disziplin achten ihre Betreuer. Auch im eigenen Interesse, denn ihre Leidenschaft fordert neben Beruf und Familie viel ehrenamtliches Engagement.

 

 

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